Die sechs goldenen Lebensregeln

von Susanne Haberl

Nicht immer braucht es Geld um gesund zu leben. Um Zivilisationskrankheiten zu vermeiden, sollte man sich auf eine Heilkunde rückbesinnen, die gesund werden und bleiben ermöglicht. Hildegard von Bingen hat es für die Menschen im westlichen Kulturkreis des Mittelalters am deutlichsten zusammengefasst und vieles davon hat auch heute noch Gültigkeit.

Zu einer gesunden, maßvollen Lebensführung gehören die Sex Res Non Naturales. Diese sechs grundlegenden Lebensregeln werden dem Menschen von Natur aus nicht mitgegeben. Um körperlich, geistig und seelisch gesund zu bleiben, sollte der  Mensch diese sechs Lebensbereiche selbstverantwortlich regulieren, ordnen und gestalten.

  1. Lebensenergie aus den vier Weltelementen schöpfen (Feuer – Luft – Wasser – Erde) – durch positive Naturerlebnisse und natürliche Heilmittel. Ein Plädoyer für viel Bewegung an der frischen Luft, die auch an grauen Tagen wichtig ist. Der Stoffwechsel bleibt in Schwung, die Durchblutung wird angeregt, die Haut sieht frischer aus und die Stimmung steigt.
  2. Beim Essen und Trinken auf die Subtilität der Lebensmittel achten, also auf die nützlichen Kräfte, die die Natur für Mensch bereithält. Vollwertnahrung bringt mehr, als leere Lebensmittel, wie weißes Mehl und weißer Zucker. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sind es, die dem Körper die wichtigen Baustoffe und die Kraft zur Abwehr von Krankheiten liefern.
  3. Bewegung und Ruhe in ein gesundes Gleichgewicht bringen. Jeglicher Übertreibung schadet. Wer tagelang hinter den Ofen sitzt, tut sich ebenso wenig Gutes wie der übertrieben Sportliche.
  4. Schlaf- und Wachphasen zur Regeneration überstrapazierter Nerven regulieren. Durchfeierte Nächte, Megastress bei der Arbeit, Jetlag beim Reisen müssen durch entsprechenden Schlaf wieder ausgeglichen werden.
  5. Ausleitung von Verunreinigungen und Schadstoffen aus dem Bindegewebe fördern. Besonders wichtig ist Fasten, denn es dient der Reinigung des Körpers und kann einen Wendepunkt im Ernährungsverhalten markieren. Einige Fastentage sind auch ein wirksames Mittel, um ein seelisch-körperliches Tief zu überwinden. Tipp für den Anfang: Regelmäßig einen Obsttag einlegen – auch das entschlackt und versorgt den Organismus mit wichtigen Vitaminen.
  6. Seelische Abwehrkräfte stabilisieren. Erkenne die eigene Schattenseiten (Laster= Risikofaktoren); Versuche, diese durch heilende Schutzfaktoren (Tugenden) auszugleichen. Wer Sorgen und Ängste mit sich herumschleppt, wird auf Dauer krank werden. Positives Denken und eine optimistische Grundhaltung sind die richtigen Mittel, auf Dauer gesund zu bleiben.

Über die Autorin: Susanne Haberl studiert auf Lehramt: Physik, Psychologie und Philosophie.

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