Ortho-Bionomy: Die Sprache des Körpers verstehen

von Ulrike Icha


Die Ortho-Bionomy ist eine ganzheitliche, einfühlsame Körper- und Energiearbeit, mit der wir Menschen helfen können, Schmerzen, Blockierungen im Bewegungsmuster, Fehlstellungen, Verspannungen (körperlich und emotional), Gelenksbeschwerden, u.v.m. zu lindern bzw. bis zum Verschwinden zu bringen. Grundlage dieser Methode bildet die Osteopathie.

Ortho-Bionomy bedeutet für mich: Geborgenheit, Sicherheit, Vertrauen, Freiheit, Bewegung, Mitgefühl und Aufmerksamkeit, Respekt, Verbindung, Zuversicht, Kunst, Einfachheit und ein Immer- Weiterlernen.

Geborgenheit steht für mich an oberster Stelle, weil sie etwas ist, das wir von Anbeginn unseres Lebens kennen (oder kennen sollten) und wir dieses Gefühl immer wieder suchen. Wenn ich mich geborgen fühle, fühle ich mich auch in Sicherheit, kann mich frei bewegen, kann vertrauen, … Hier könnten wir schon das Grundprinzip der Osteopathie anwenden: „Alles hängt zusammen!“

Wenn ein Klient zu uns kommt, bieten wir ihm Geborgenheit an. Das beginnt schon im Kleinen, mit einer für ihn angenehmen Atmosphäre: nette Begrüßung, Musik, Raumwärme, passendes Licht, vielleicht auch ein angenehmer Duft, Wasser für Durstige, keine Störungen (Handy ausschalten!). Es geht aber weiter, mit der optimalen Lagerung (Positionierungstechnik nach Dr. Lawrence Jones) und einer schmerzfreien Behandlung (Bewegung in die schmerzfreie Richtung).

Der Klient lernt, mit seiner Aufmerksamkeit bei sich zu bleiben, und soll erkennen, was ihm gut tut und was nicht. Er lernt, die „Sprache“ seines Körpers zu verstehen und diese Informationen zu respektieren. Mit der Möglichkeit, sich zu äußern, wenn eine von mir angewandte Position für ihn unangenehm ist, übernimmt er auch für sich die Verantwortung und lernt, Grenzen zu setzen und diese auch selbst anzuerkennen.

Ich hoffe, dass er diese Erfahrungen, die er während einer Ortho-Bionomy – Behandlung macht, mit nach Hause nehmen kann und dort daran weiterarbeitet. Er sollte lernen, sich wieder zu schätzen und wissen, wie wertvoll er ist. Mir ist klar, dass das leichter gesagt, als getan ist, da die Lebensumstände manchmal schwierig sein können. Ob es eine schwierige Partnerschaft, viel Stress im Beruf oder schwere Schicksale sind. Trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder selbst die Verantwortung fόr sich tragen kann. Ein respektvoller und liebevoller Umgang mit sich selbst kann vieles ins Rollen bringen und auch äußere Umstände verändern (Da spreche ich aus eigener Erfahrung.). – Wieder: „Alles hängt zusammen!“

Das Schöne an der Ortho-Bionomy ist für mich auch, dass Klient und Behandler ein Team sind, das gemeinsam arbeitet. Wir arbeiten nicht am Menschen, sondern mit ihm! Dazu gefällt mir die Beschreibung des empathischen Begleitens von Kathy Kain im Lehrbuch (von Klaus Weber) sehr gut. Sie spricht dabei von einem empathischen Verschmelzen mit dem Klienten und vergleicht diese Form mit einem Tanz, bei dem im Idealfall nicht ersichtlich ist, wer führt oder wer geführt wird.

Da ich selbst einige Jahre getanzt habe, kann ich das, was sie meint, gut nachfühlen. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“, traut sich der Klient, Grenzen zu überschreiten, die er aus Angst alleine nicht antasten würde. Es geht dabei auch um Mitgefühl, wobei wir Ortho-Bionomen Acht geben müssen, dass wir wirklich beim Mitgefühl bleiben und nicht in ein Mitleid hineinschlittern. Da heißt es aufpassen, dass wir auch unsere eigenen Grenzen respektieren.

Der Begründer der Ortho-Bionomy, Dr. Arthur Lincoln Pauls, geht davon aus, dass wir alle das Wissen für die Selbstheilung in uns tragen. Wir Behandler haben nur die Aufgabe, den Körper des Klienten daran zu erinnern. Schön, dass hier das Grundprinzip der Homöopathie zum Tragen kommt. Jedes Muster wird leicht verstärkt, damit der Körper auf z.B. Fehlstellungen aufmerksam gemacht wird.

Ortho-Bionomy ist für mich auch Kunst. Kunst bedeutet für mich, angeborene und erlernte Fähigkeiten (Phase 4) anzuwenden und doch dabei kreativ zu bleiben. Jeder Mensch ist individuell und jede Behandlung ist anders. So kann niemandem, weder dem Klienten, noch dem Behandler, jemals langweilig werden. Jede Behandlung ist eine neue Herausforderung und macht neugierig darauf, was denn daraus wird.

Vielen Dank an Herrn Peter Berger, mir die Möglichkeit zu geben, auf seiner Seite mitzuwirken.

Ich wünsche allen Lesern Wohlergehen.

Ulrike Icha.

Über die Autorin: Ulrike Icha hat eine eigene Praxis für Kinesiologie, Ortho-Bionomy, Dunkelfeld-Mikroskopie und Joalis-Entgiftung. http://www.kinesiologie-orthobionomy.at/

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