Vernetztes Denken, Fühlen und Handeln

von Wilhelm Schein
Tipp 1

Halte deinen Geist in Ordnung. Frage dich, ob du ein harmonisches Leben führst, das mit deinen wahren Bedürfnissen, mit den Wünschen deines Selbst im Einklang ist. Frage dich, ob du dein Leben selbst bestimmst oder ob du von anderen gelebt wirst. Frage dich, welche Ziele du hast und ob eines dieser Ziele die Gesundherhaltung
und Entwicklung deines Geistes ist. Soziales Eingebundensein und Leben im Einklang mit den Bedürfnissen des eigenen Selbst sind extrem wichtig für eine stabile Gesundheit und Gesundung. Das noch junge Forschungsgebiet der Psychoneuroimmunologie bestätigt mit seinen Ergebnissen diese uralten Erfahrungen.

Tipp 2

Bewege dich regelmäßig entsprechend deiner körperlichen Möglichkeiten. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass sich Bewegung auf alle Körperfunktionen positiv auswirkt. Körperliche Aktivität, sinnvoll ausgeführt, steigert nicht nur das subjektive Wohlbefinden, sie reguliert auch sämtliche Stoffwechselvorgänge und kann sogar bei
Krebserkrankungen wirksam eingesetzt werden. Bewegungstraining ist in jedem Alter durchführbar und wirksam.

Tipp 3

Ernähre dich mit Hausverstand. Ernähre dich mit den Nahrungsmitteln, die sich bei uns seit Jahrhunderten bewährt haben. Achte darauf, dass sie natürlich geerntet, Schadstoff-frei und nicht genmanipuliert sind. Höre auf die Stimme deines Körpers und nicht auf Gurus, die Spezialdiäten verkünden. Nimm das Essen schweigend zu dir,
sei dankbar dafür, und kaue ausreichend, um deinem Verdauungssystem optimale Voraussetzungen anzubieten.

Achte auf eine rhythmische Lebensführung, damit alle Körperfunktionen optimal zum Tragen kommen.

Der Mensch stirbt nicht nur an einer Krankheit, er stirbt an seinem ganzen Leben. In unserer Leistungsgesellschaft arbeiten die meisten mit Hochdruck, bis sie dem Burnout nahe im Kreis rennen. Die Konsequenz: Bluthochdruck und Herz-, Kreislauferkrankungen führen unsere Todesursachenstatistik an. Die Leistungsgesellschaft glaubt an das unbegrenzte Wachstum – die Krebserkrankung spiegelt dieses unbegrenzte Wachstum wieder und steht an zweiter Stelle bei den Todesursachen. Krankheit hat immer mit Einstellungen, Verhalten und gesellschaftlichen Phänomenen zu tun.

Aber wir sind nicht nur Opfer – wir können viel für die eigene Gesundheit tun, aber wir müssen die Verantwortung für unseren Körper übernehmen, aktiv werden und ein individuelles Gesundheitsmanagement entwickeln. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Also fang an dir Gedanken zu machen und setze deine Gesundheitspläne in die Tat um.

Über den Autor: Dr.med.univ. Wilhelm Schein ist Leiter des Forum Integrativmedizin.

http://www.integrativmedizin.at/

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