Nahrungsgergänzungen – was steckt dahinter?

 von Larissa Grünwald

Wer einen Blick in Apotheken oder Drogerien wirft, entdeckt seit geraumer Zeit eine breite Palette an sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln. Doch was steckt hinter den Kapseln, Pulvern & Co?

Rechtlich gesehen handelt es sich bei Nahrungsergänzungen um Lebensmittel, die eingesetzt werden, um die Nahrung zu ergänzen. So werden gezielt Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, aber auch essentielle Fettsäuren, Aminosäuren oder Bioflavonoide zugeführt.

Der Körper benötigt zum reibungslosen Funktionieren eine ausreichende Zufuhr an diesen Vitalstoffen. Doch leichter gesagt als getan. Zum Einen können bereits bei Produktion, Lagerung oder Zubereitung der Lebensmittel Nährstoffe verloren gehen, zum Anderen kann der Bedarf teilweise höher sein, als wir über die Nahrung aufnehmen können.

Mittlerweile belegen zahlreiche Studien, daß Vitamine & Co vor allem in der Prävention, aber auch in der begleitenden Behandlung von Krankheiten wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes oder Rheuma eine wichtige Rolle spielen. So zählen Vitamin A, C, E, Beta-Carotin, Bioflavonoide, Selen oder Zink zu den sogenannten Antioxidantien. Stoffe, die unser Immunsystem tatkräftig unterstützen und uns z.B. vor Erkältungen schützen.

Kritiker wenden natürlich ein, daß derartige Präparate überflüssig sind, wenn wir uns gesund und abwechslungsreich ernähren. Doch wer kann das mit dem Brustton der Überzeugung von sich behaupten?

Einigkeit bei Gegnern und Befürwortern herrscht dagegen was zusätzliche Vitalstoffe bei starken Rauchern, Schwangeren, Stillenden, Kindern, älteren oder geschwächten Personen betrifft.

So „verraucht“ eine Zigarette allein 25mg Vitamin C – das ist ein Viertel des empfohlenen Tagesbedarfs. Auch wer auf den ersten Blick nicht zu diesen Personen zählt kann natürlich Nährstoffdefizite haben.  Daher Zeit nehmen für eine gute Beratung (Ernährungspersonal, Arzt oder Apotheker). So können Sie sicher sein, dass bei Bedarf die richtige Nahrungsergänzung für Sie gewählt wird!

Faktum bleibt, dass ein Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für frisches Obst und Gemüse ist! Also weiterhin das Gemüseregal plündern und seine eigenen Lebensumstände kritisch unter die Lupe nehmen.

Über die Autorin: Mag. Larissa Grünwald ist Ernährungswissenschafterin mit den Schwerpunkten Orthomolekulare Medizin, Gesundheitsjournalismus, Autorentätigkeiten, Consulting sowie Vortrags- und Seminartätigkeiten.

www.larissagruenwald.net

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