Schwerhörigkeit durch akustische Umweltverschmutzung

 

Schwerhörigkeit im Alter ist auf die Summe aller Hörschäden zurückzuführen, die wir im Lauf des Lebens erleiden. Jeder Lärm oder laute Musik, die eine Stärke von 85 Dezibel übersteigen, ist für das Gehör gefährlich.

Als bedenklich gelten längere Einwirkzeiten als acht Stunden pro Tag. Lärm oder laute Musik ab 91 Dezibel, wie sie in einer Disco oder bei einem Konzert oft erreicht  werden, sollten nur zwei Stunden auf das Gehör einwirken. Bei einmaliger Überbelastung hält die Schädigung meistens nur einige Stunden an, bei permanenter Überbelastung wird das Hörvermögen auf Dauer geschädigt.

Häufig bemerken viele Betroffene die Verschlechterung des Hörvermögens daran, dass sie ihren Gesprächspartner nur gut hören, wenn dieser sehr laut spricht. Meistens haben sie auch Schwierigkeiten, hohe Töne zu hören. Ebenso müssen sie den Fernseher lauter als andere stellen, um der Handlung folgen zu können.

Ein starkes Druckgefühl oder Ohrgeräusche sind Alarmsignale für einen Hörsturz. Nur bei rascher Diagnose bestehen gute Chancen, den Hörsturz zu heilen.
In solchen Fällen unbedingt so rasch als möglich einen Hörtest beim HNO-Arzt machen. Oft helfen durchblutungsfördernde oder entzündungshemmende Medikamente, bei weit fortgeschrittenem Verlust des Hörvermögens sind Hörgeräte oder Cochlea-Implantate empfehlenswert.

Vielfältige Ursachen der Schwerhörigkeit

  • zu laute Musik über MP3-Player
  • Verkehrslärm
  • laute Knallgeräusche (Feuerwerk, Böllerschießen)
  • technische Geräte (z.B. Staubsauger, Rasenmäher)
  • krankhafte Prozesse im Mittelohr
  • Durchblutungsstörungen, Atherosklerose, Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen (auch Passivrauchen schädigt Gehör)
  •  Stress
  • Viren, Bakterielle Erkrankungen
  • Pfropf aus Ohrenschmalz, der Gehörgang verschließt
  • mangelhafte Reinigung des Hörgeräts

 

Hörschäden vorbeugen

  • Dauerbelastungen des Gehörs vermeiden
  • nach Überbelastung des Gehörs Ohren einen Tag nur leisen Tönen aussetzen
  • bei hohen Lautstärken in Arbeit und Freizeit Gehörschutz tragen
  • 2x pro Jahr Gehörtest beim HNO-Arzt
  • falls nötig Hörgerät tragen
  • Stress vermeiden
  • viel Bewegung
  •  Blutfettwerte senken

 Tipp: Online-Hörtests auf www.hansaton.at/hoertest

 

Alles Liebe, Peter

Einladungen, Beschwerden, Anregungen: pberger@networld.at

 

„Nicht sehen trennt von den Dingen. Nicht hören von den Menschen.“ (Immanuel Kant)

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