„Peace-Food“ – Ernährung und viel mehr…

12. September 2011

von Ruediger Dahlke

Gerade werden wir wieder Zeugen wie mehr Menschen als wir gewohnt sind verhungern wieder – diesmal am Horn von Afrika. Viele haben sich im satten Teil der Welt an dieses wieder kehrende Elend gewöhnt. Aber über unsere Ernährung sind wir daran beteiligt, denn aus Hunger-Ländern, werden Fleisch und Futtermittel exportiert, um hier bei uns Menschen und Schlachttiere damit zu mästen.

Inzwischen zeigen Studien wie die China-Study, wie sehr das nicht nur den Menschen dort und den Tieren überall, sondern auch uns hier gesundheitlich schadet. Forschungen vor allem von US-Ernährungs-Papst Colin Campbell zeigen, in welchem Ausmaß Fleisch und Milch(produkte) die gefährlichsten Krankheitsbilder unserer Zeit fördern: Herzkrankheiten, Krebs, Diabetes I und II, Allergien, Alterskrankheiten wie Alzheimer und Demenz… tierisches Eiweiß richtet uns zugrunde.

Das ist neu und Umdenken ist immer schwierig, aber hier ist es absolut notwendig, je rascher, desto besser. Ansonsten rutschen wir tiefer in den Schatten, der aus der Verantwortung für das Hungerelend in den Entwicklungsländern folgt und in den Krankheitsschatten. Das „Das Schattenprinzip“ ist natürlich auch nicht so leicht anzunehmen, aber auch dafür scheint die Zeit reifer zu werden, wie der Erfolg des gleichnamigen Buches verrät.

Natürlich ist es erschreckend zu erfahren, dass Milch(produkte) den Weg für Krebs und Osteoporose bereiten. Aber es ist nie zu spät, umzudenken bei so überzeugenden Indizien wie in „Peace-Food“ angeführt. In Ländern fast ohne Milchkonsum wie Japan und Nigeria ist Osteoporose unbekannt, in Ländern mit noch höherem als bei uns wie Finnland ist sie eine Volksseuche.

Wir können uns all das ersparen und dabei noch ungeheuer gewinnen. Statt viel hochwertige Kohlenhydrate an Tiere zu verfüttern für wenig gefährliches Tiereiweiß, ließe sich mit Verzicht darauf das Leben enorm voranbringen. Wer aufhört, die Angst mitzuessen, die im Fleisch gequälter und unter Todespanik geschlachteter Tiere steckt, spürt in der Regel sogleich die Erleichterung und wird angstfreier.

Seit 40 Jahren meide ich Fleisch und fühle mich leistungsfähig, energiegeladen und froh, dass ich an all dem Elend der Tier-Zucht-Häuser, Tiertransporte und Schlachthöfe keinen Anteil mehr habe und den Hunger in der Welt nicht mehr fördere. Seit fast zwei Jahren lebe ich ganz ohne Tiereiweiß und genieße die Geschenke: das Leben fühlt sich leichter an, und es ist viel leichter, sein Gewicht zu halten, Bewegung macht mehr Freude, Körperausdünstungen lassen nach und werden angenehmer, man bekommt mehr und bessere Energie, was sich wiederum leicht anfühlt und gehobene Stimmung mit sich bringt.

So wichtig die Seele im Sinne von „Krankheit als Symbol“ bleibt, die andere Hälfte der Medaille ist der Körper, das Haus in dem die Seele lebt. Wir sollten gut zu ihm und uns sein und helfen dabei noch so vielen anderen.

Literatur: „Peace- Food – wie Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt“ GU, „Das Schattenprinzip“ (Goldmann-Arkana), „Krankheit als Symbol“ (Bertelsmann)

Über den Autor: Dr. med. Ruediger Dahlke (*1951) ist seit 1979 Arzt und Psychotherapeut, absolvierte die Zusatzausbildung zum Arzt für Naturheilweisen und bildete sich schon während des Studiums in Homöopathie weiter. Er hat mit seinen Büchern zur Krankheitsbilder-Deutung eine ganzheitliche Psychosomatik begründet, die seit 30 Jahren wachsenden Anklang findet. Seine Bücher, die weit über die gängige Psychosomatik hinausgehen, liegen in 25 Sprachen vor und haben Brücken zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde, zwischen Religion und spiritueller Philosophie gebaut

Buchtipp:siehe auch Rubrik Kreuz & Quer:  Ruediger Dahlke Peace Food Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt, Mit 30 veganen Genussrezepten von Dorothea Neumayr

Info: www.dahlke.atwww.mymedworld.cc

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Normal oder gesund?

5. Mai 2011

von Felix Berger


Man meint allgemein, weil beinahe jeder schon mehr oder weniger krankhaft beeinträchtigte Baucheingeweide, also sein so (noch nicht) genanntes „Enteropathiesyndrom“ hat, wäre das normal und was schließlich “normal“ wäre, müsste daher wohl auch „gesund“ sein. Diese wirklich fatale Verwechslung von Tatsachenwahrheit und mehrheitlicher Annahme geschieht leider heute nur allzu oft!

Wird die Nahrung nicht schon im Mund durch sorgfältiges Kauen gut aufbereitet sondern geschlungen, hinuntergespült und wird, wie nur allzu häufig ohne Genuss, nur als Kalorienzufuhr etwa vergleichbar einem Boxenstopp bei einem Formel I Autorennen gegessen oder sind die Speisen nicht frisch und nicht wohlriechend, passen sie nicht zur Tageszeit oder zum momentanen Zustand des Körpers, so bleiben sie viel zu lange im Darm liegen und verderben dort.

Die entstehenden Zersetzungsprodukte sind jedoch giftig und schädigen zuerst die empfindliche Darmschleimhaut. Das führt dann dazu, dass ihre winzigsten Flimmerhärchen gelähmt werden und so der Darm seine Selbstreinigungskraft verliert. Dann bleibt der Darminhalt tage-, oft wochenlang erhalten, stellenweise auch an der Darmwand kleben und gibt so ständig giftige Substanzen an den Körper ab.

Umgekehrt ist dabei überdies die Ausscheidung über die Darmschleimhaut in den Darm(!) und damit die Reinigung des Körpers von vielen Abfallstoffen aus dem Körperinneren in das Darmlumen, also in die innere Außenwelt hinaus massiv behindert. Die nunmehr vermehrt notwendige Reinigungsarbeit über Ersatzwege belastet immer zusätzlich den schon von der täglichen Arbeit her ordentlich geforderten Organismus jedes Einzelnen.

Die Haut – der Spiegel des Darms

Als nächste Station kommt die Leber in die Überlastungssituation. Die ganzen Fäulnis- (von der Eiweißverwesung) und Gärungsprodukte (Zucker-, Stärke-, Obst-, Rohgemüse- und Zellulosevergärung) aus einer Fehlverdauung gelangen aus dem Darm nämlich über das Blut zuerst direkt in die Leber.

Allzu oft wird dadurch deren Entgiftungskraft überfordert, und sie reagiert mit Schwellung und teilweiser Verfettung. Für eine Fettleber braucht man also heute bei weitem noch kein Alkoholiker zu sein. Da genügt durchaus die eigene nächtliche  (- nicht behördlich genehmigte, also illegale) Destillerie im Darm.

Als nächste sind von der Fehlverdauung die Ausscheidungsbereiche Nieren, die sich ihren Filtrationsdruck – also den Blutdruck – nach Bedarf selbst regeln können, die Lungen mit den Bronchien, die Schleimhäute und die Haut betroffen. Überhaupt kann man die Haut immer als den „Spiegel des Darms“ ansehen. Auch an den Gelenkskapseln und den Grenzflächen der Blutgefäße stauen sich im Körper bei Schadstoffüberflutung die Giftstoffe.

So ist die Entstehung von rheumatischen Beschwerden, Hautunreinheiten, chronischen Bronchialerkrankungen, von Arterienverengungen (mit all den möglichen Folgeerkrankungen) bis hin zu manchen bösartigen Erkrankungen durch chronische Gewebereizungen sehr gut zu verstehen.

Überschüssige Schadstoffe werden überdies im Bindegewebe zwischengelagert. Die schleimigen Ablagerungen im gesamten Bindegewebe spielen die größte Rolle bei der Entstehung chronischer so genannter „Wohlstandserkrankungen“ wie die gängige Zuckerkrankheit der Erwachsenen oder die Gicht, das schmerzhafte Bindegewebe – die Fibromyalgie usw.! Auch fettlösliche Schadstoffe werden in den bindegewebigen Fettdepots gespeichert.

Praktische Tipps:

Das Essen soll in jedem Fall gut riechen und soll frisch und appetitlich zubereitet sein. Es soll zur rechten Zeit in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre eingenommen werden können. Wesentlich ist, dass die Speisen immer gut breiig gekaut sind, weil dadurch die Oberflächen vergrößert und die Verdauungssäfte direkt eingebracht werden können. Das ist der Beginn der guten Darmpflege.

Diese entlastet den Magen und die nachfolgenden Verdauungsorgane so entscheidend, dass sie zwar angemessen und gesund belastet, aber niemals mehr überlastet oder überfordert werden; außer sie sind schon massiv gestört oder erkrankt.

Den nun ausgeführten weiteren gesunden Darmregeln sei der Merkspruch zur Darmpflege über die „3 kleinen s“ vorangestellt.

Dieser lautet: Beim E s s s e n sei: sorgfältig, sinnlich und stressfrei! Er ist die Grundlage für eine richtige Darmpflege und sollte daher sofort auswendig gelernt und nie mehr vergessen werden!

Ein einigermaßen gesunder Organismus erkennt sofort an Geruch, Anblick und Geschmacksvorstellung, was ihm im Augenblick bekömmlich sein wird. Braucht der Körper eine Speise, so riecht sie für ihn appetitanregend. Schmeckt sie aber, so kommen die Verdauungssäfte von selbst und die Speise kann unter normalen Umständen bei sorgfältigem Kauen gut verdaut werden. So wird sie zum Nutzen für Psyche und Körper.

Die nun folgenden 14 Ernährungsregeln führen unmittelbar zu mehr Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude. Sie machen schöner, stärker und gesünder.

  1. Die Grundformel der Ernährung lautet: „Ernährung = Nahrung + Verdauung
  2. Zum gesunden Essen braucht jeder Mensch Ruhe, Entspannung und genug Zeit!
  3. Die Darmpflege beginnt mit der Nase – beim guten Duft der Speisen!
  4. Der Appetit ist wichtig und: „Hunger ist der beste Koch“
  5. Ein kräftiges Frühstück, ein normales Mittagessen aber ein geringes Abendessen!
  6. „Der Darm geht mit den Hühnern schlafen und steht mit den Hühnern wieder auf“
  7. Abends kein frisches Obst oder Gemüse; nichts mit Topfen oder Joghurt zusammen!
  8. „Was den Schmied stark macht, das zerreißt den Schneider
  9. Eine gute Verdauung beginnt mit einem sanierten Gebiss!
  10. Kleine Bissen und sorgfältig breiig kauen, weil: „Gut gekaut ist halb verdaut“!
  11. Zum Kauen niemals trinken – nur den eigenen Verdauungsspeichel einbringen!
  12. Satt sein heißt – es schmeckt nicht mehr! ( – und  nicht „ich kann nicht mehr!“ )
  13. Der Abstand zwischen den Mahlzeiten soll etwa 4-6 Stunden betragen.
  14. Nur das Toilettepapier ist das Prüfpapier des Darms!

Die 3 schlimmsten Gesundheitsfehler, die derzeit beim Essen gemacht werden, sind

erstens, dass man nicht kaut und so glaubt, beim Essen Zeit gewinnen zu können,

zweitens, dass man nur in Kalorienzufuhr wie bei Maschinen denkt und

drittens – der schlimmste aller Fehler – die ständig zu üppige Mahlzeit am Abend!

Was jetzt noch zu wünschen bleibt sind guter Appetit, kräftige Verdauung und optimale Gewebsversorgung!

Über den Autor: Dr. Felix Berger ist Allgemeinmediziner, Arbeitsmediziner, Kur- und Kneipparzt. Fast zwanzig Jahre führte er eine Landarztpraxis, die er 2001 in jüngere Hände gab. Er widmete sich nach der Rücklegung und Übergabe seiner Kassenverträge ab 2001 mit ganzer Kraft der Gesundheitsbildung. Seinen Beruf beschreibt er nun selbst mit „Gesundungslehrer“. http://www.febe.at/, http://www.heilung-und-gesundung.at/, http://winatwork.at/


Die Sache mit dem Fett

8. Februar 2011

von Angelika Kirchmaier

„Was den Schmied formt, zerreißt den Schneider!“
Fette und Öle, sparsam eingesetzt, verwöhnen Ihren Körper,  verschwenderisch eingesetzt belasten Sie Ihren Körper, auch wenn das  Fett oder Öl noch so hochwertig ist. Zum Beispiel mag Olivenöl sehr  gesund sein, zu viel wird sich aber bald auf Ihren Hüften bemerkbar  machen.

Einfach ungesättigt mehrfach ungesättigt oder doch gesättigt?
Eines vorweg. Fette bzw. Öle enthalten eine Mischung aus mehreren  verschiedenen Fettbestandteilen, den sogenannten Fettsäuren. Je besser die Zusammensetzung der Fettsäuren, desto hochwertiger das Fett bzw.  Öl. Sie finden die Angabe der Fettsäuren auf der Verpackung.

Folgende Eselsbrücke kann bei der Beurteilung, ob Fette und Öle in  Ihrem Körper gesund oder wenig gesund wirken, helfen. Gesättigte Fettsäuren sind – wie der Name schon erahnen lässt – „satt“  und neigen zum Ruhen. Sie lagern sich überall im Körper ab, egal ob an  den Hüften, am Bauch, am Po oder in den Gefäßen. Klar, dass Sie nur
kleine Mengen davon benötigen. Sie erkennen gesättigte Fette an der Konsistenz. Je härter das Fett,  desto höher der Anteil an gesättigten Fettsäuren. Beispiele für Lebensmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren:
Kokosfett, minderwertige Butter, diverse Margarinesorten, z. B.  Ziehmargarine, die für die Herstellung von Blätterteig und damit z. B.  von Nussschnecken, Topfengolatschen und Spinatstrudel verwendet wird,  Fett von Mastfleisch, das u. a. häufig Bestandteil von Wurst ist.

Ungesättigte Fettsäuren sind nicht satt, sie stecken voller Tatendrang  und haben daher im Körper einiges zu erledigen, nur die Reste, die zu viel sind, lagern sich auf Hüften, Bauch, Po und in den Gefäßen ab.  Diese Fettsäuren verwöhnen Ihren Körper, nur das was Sie zu viel  verspeisen, wirkt ähnlich den gesättigten Fettsäuren.

Bei den ungesättigten Fettsäuren wird zwischen den einfach- und  mehrfach ungesättigten unterschieden. Die einfach ungesättigten  Fettsäuren gelten derzeit als die Gesündesten. Z. B. Olivenöl oder Rapsöl. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren verwöhnen in kleinen  Mengen von maximal 2 Esslöffeln pro Tag Ihren Körper, in größeren
Mengen bedeuten diese Fette Stress für Ihren Körper und sind daher  nicht mehr gesund.

Die Konsistenz von Fetten mit einem hohen Anteil an einfach und  mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist sehr weich bis flüssig. Z. B.  Öle oder Sommer-Almbutter.

Welches Fett ist am Gesündesten?
Bevorzugen Sie von allem etwas. Hochwertige Butte für das Brot. D. h. Butter ohne Zusatzstoffe und
möglichst weiche Butter, d. h. Sommer-Almbutter oder notfalls Heumilch- Butter. Je weicher die Butter von natur aus ist, desto höher der Anteil an hochwertigen Fettsäuren. Wenn Sie heraus finden möchten, welche Butter hochwertig ist, dann lagern Sie alle Buttersorten bei  gleicher Temperatur. Einmal mit dem Finger hinauf drücken und schon
erkennen Sie den Unterschied. Die härtere Butter ist die  minderwertigere mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren und  damit die Butter, die Gewicht, Cholesterin & Co eher in die Höhe  schaukeln kann, die weiche Butter die gesündere. Genießen Sie maximal  die Menge eines Hotelbutterstücks, also 20 g Butter pro Tag. Auch  dann, wenn es sich um eine sehr gesunde Butter handelt.

Warum enthält Almbutter viele hochwertige Fettsäuren?

Almkräuter  enthalten reichlich ungesättigte Fettsäuren. Fettsäuren sind  milchgängig, d. h. das was die Kuh an Fetten frisst, scheidet sie über die Milch zum Teil wieder aus. Je hochwertiger also das Futter, desto  hochwertiger die Milch und damit alle Produkte die daraus hergestellt  werden.

Raffiniertes Raps oder Olivenöl zum Braten. Diese Öle enthalten einen  sehr hohen Anteil an den hochwertigen einfach ungesättigten Fettsäuren.

Kaltgepresste Öle für den Salat und die kalte Küche. Kaltgepresst  bedeutet, wie der Name schon ausdrückt, dass die Ölfrucht zur Pressung  nicht erhitzt wird. Geschmack und Inhaltsstoffe bleiben besser erhalten. Verwenden Sie kaltgepresste Öle ausschließlich für Kaltes.  Kaltgepresste Öle verbrennen zu rasch, die wertgebenden Inhaltsstoffe
gehen verloren und es können beim Erhitzen sogar krebsfördernde Stoffe  entstehen.

Variieren Sie die kaltgepressten Öle. Je bunter die Vielfalt, desto  besser. Verwenden Sie Kürbiskernöl, diverse Nussöle, Leinöl – reich an  Omega 3 Fettsäuren, Weizenkeimöl – reich an dem krebsschützenden Vitamin E, kaltgepresstes Olivenöl – reich an einfach ungesättigten  Fettsäuren und viele mehr. Jedes Öl hat seine individuelle Wirkung.  Kosten Sie den Nutzen der Öle aus.

Woran erkennen Sie, ob es sich um ein kaltgepresstes oder raffiniertes Öl handelt?
Kaltgepresste Öle enthalten einen Hinweis auf die Kaltpressung. Fehlt  ein solcher Hinweis, handelt es sich fast immer um ein raffiniertes,  also heiß ausgepresstes Öl. Der Preis der kaltgepressten Öle ist  aufgrund des geringeren Ertrags höher, als der Preis der raffinierten  Öle der gleichen Sorte.

Verwenden Sie kaltgepresste Öle für die kalte Küche und raffinierte  Öle zum Kochen und Braten. Der Preis ist kein Qualitätskriterium.

Welches Öl ist cholesterinfrei?
Cholesterin kommt nur im Menschen und im Tier vor. ALLE pflanzlichen Öle sind daher cholesterinfrei! Unabhängig davon, ob es auf der  Verpackung steht oder nicht.

Olivenöl – gibt es eine Alternative, die gleich gesund ist?
Ja! Zum Beispiel das geschmacksneutrale Rapsöl und das Haselnussöl. Rapsöl wird fast ausschließlich raffiniert, also heißgepresst  angeboten und eignet sich daher für jede Art des Garens. Zum Beispiel zum Braten, Kuchenbacken oder Frittieren. Ein weiteres Plus: Rapsöl ist deutlich kostengünstiger als Olivenöl.

Haselnussöl wird hauptsächlich kaltgepresst angeboten. Schmeckt leicht  nussig und sollte nur für die kalte Küche, also zum Beispiel für den  Salat verwendet werden. Aufgrund des hohen Preises besitzt Haselnussöl  nur einen geringen Marktanteil.

Tipps entnommen aus Angelika Kirchmaier: „Xundheit“ – Genießen leicht
gemacht, Tyrolia Verlag 2006, 2. Auflage

Rezepte
Fisch mit Walnusshaube
Zutaten pro Portion

1 Stück Fischfilet, natur gewachsen, wenn möglich frisch oder selber
tiefgekühlt, da frischer Fisch deutlich saftiger schmeckt als
vorgefertigte Tiefkühlware
Kräutersalz
Zitronensaft

Haube
¼ Becher Sauerrahm (ca. 60 g)
Kräutersalz
½ EL gehackte Walnüsse
frische oder Tiefkühlkräuter, z. B. Kerbel und Dill oder Italienische
Kräuter

Das Backrohr auf 170 °C Heißluft oder 190 °C Unter- Oberhitze vorheizen.
Für die Haube alle Zutaten verrühren. Den Fisch in eine ofenfeste Form
geben. Mit Salz und Zitronensaft würzen. Mit der Haube überziehen und
je nach Dicke des Fischfilets 20 bis 40 Minuten backen.

Pro Portion 288 kcal, 0,4 BE
Rezept entnommen aus: Angelika Kirchmaier, Xund kochen, Tyrolia Verlag
2008, 3. Auflage

Schoko-Löffelkuchen
12 Stück

Zutaten für eine mittelgroße runde Kuchenform
½ Apfel, mit Schale grob raspeln (70 g)
1 TL Zimt, Schale 1 Bio-Orange
2 Eier
9 EL Milch (70 g)
8 EL Rapsöl (70 g)
6 EL Zucker (90 g) oder für Diabetiker 30 g Zucker und 6 g Süßstoff
8 EL Weizen- oder Dinkelvollkornmehl (120 g)
1 gut gehäufter EL ungesüßtes Kakaopulver (20 g)
1 Pkg. Weinsteinbackpulver (16 g)

Zubereitung
Die Kuchenform dünn befetten und mit Bröseln ausstreuen, mit
Backpapier auskleiden oder eine Silikonbackform verwenden. Backrohr
auf 175 °C Heißluft oder 190 °C Unter- Oberhitze vorheizen.

Für den Teig alle Zutaten DER REIHE NACH in eine Schüssel geben.
Dazwischen NICHT umrühren. Zum Schluss das Mehl über das Backpulver
streuen und mit einer Teigkarte unter das Mehl mischen. Alle Zutaten
mit der Teigkarte in wenigen Sekunden verrühren. Je kürzer Sie rühren,
desto flaumiger der Kuchen. Den Teig rasch in die Form füllen und
backen.

Tipp: Verwenden Sie für diesen Kuchen kein Rührgerät! Der Kuchen wird
nur locker, wenn Sie den Teig rasch mit der Teigkarte verrühren.

Pro Stück
In der Normalvariante: 140 kcal, 1,27 BE
In der Diabetikervariante: 122 kcal, 0,85 BE
Rezept entnommen aus: Angelika Kirchmaier, Xund backen, Tyrolia Verlag
2010, 2. Auflage

Über die Autorin: Mag. Angelika Kirchmaier ist Diätologin und Buchautorin.  Sie hält Seminare und einmal pro Woche ist sie für ORF-Radio-Tirol als Ernährungsexpertin tätig.

http://www.angelika-kirchmaier.at/


Winterfit nach den Feiertagen

10. Januar 2011

von Monica Dirnberger

Ich hoffe, Sie konnten die Feiertage angenehm mit Familie und Freunden verbringen oder sich zumindest eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag gönnen. Wahrscheinlich haben Sie auch festtägliche Köstlichkeiten genossen – und das hoffentlich ohne Reue!

Denn erstens mindert ein schlechtes Gewissen den Genuss doch erheblich und zweitens schlägt das Übermaß zwischen Neujahr und Weihnachten zu Buche, und nicht das zwischen Weihnachten und Neujahr!

Mit ein wenig körperlicher Betätigung – am besten an der frischen Luft – sowie leichter und vitaminreicher Nahrung, die der Jahreszeit und dem individuellen Konstitutionstyp angepasst ist, lässt sich das rasch wieder ausgleichen.

Übrigens – wussten Sie, dass qualitativ hochwertiger Honiglebkuchen – idealer Weise selbst gebacken – durchaus gesund ist und sich ideal als fettarme winterliche Nascherei eignet? Der darin enthaltene Honig ist wärmend und desinfizierend, ebenso Ingwer, Zimt und Nelken. Die Gewürze regen überdies die Verdauung an, und wenn Sie zum Backen auch noch Vollwertmehl verwenden, helfen die darin enthaltenen Ballaststoffe auch noch, den Darm in Schwung zu bringen.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch ein persönliches Lieblingsrezept von mir verraten:

Apfel-Birnenkompott, mit Ingwer, Zimt und Nelken verfeinert. Die Wirkung der Gewürze habe ich ja schon oben erwähnt – Menschen mit einer ‚hitzigen‘ Konstitution sollten allerdings speziell den Ingwer vorsichtig dosieren.

Äpfel und Birnen haben, wie die meisten im Herbst reifen Obstsorten, wärmende Wirkung, besonders in gekochter (oder gebratener – denken Sie an die köstlichen Bratäpfel) Form. Außerdem sind sie kalorienarm, nahezu fettfrei und enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen auch reichlich Pektine – und die können überschüssiges Cholesterin binden und so auch zur Gefäßgesundheit beitragen.

Falls Sie sich nicht sicher sind, welche Lebensmittel für Ihren individuellen Konstitutionstyp und ihre persönliche Lebenssituation am besten geeignet sind:

In meiner Praxis führe ich einen Test durch, bei dem Faktoren wie Körperbau, Hautbeschaffenheit, Stoffwechselvorgänge, Temperament und Reaktion auf äußere Einflüsse berücksichtigt werden. Auch das Lebens- und Arbeitsumfeld und der Lebensstil werden besprochen. Aufgrund dieser Daten wird dann in einem ausführlichen Beratungsgespräch eine individuell zusammengestellte Kostform empfohlen.

Über die Autorin: Monica Dirnberger ist diplomierte Ernährungsberaterin und Konstitutionstherapeutin in Wien . Basierend auf Medizinstudium, Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin sowie Ayurveda und Traditioneller Chinesischer Medizin betreibt sie eine Beratungspraxis im 19. Bezirk und schreibt Beiträge für medizinische Fachzeitschriften.

http://www.frauinderwirtschaft.at/profiles/leb/view/5051/


Die 3 Joker der Arthrose-Ernährung

6. Oktober 2010

von Wolfgang Feil

Joker 1: Gewürze und frische Kräuter einsetzen

Aus der chinesischen und indischen traditionellen Medizin wissen wir, dass Gewürze gegen Entzündungen und Schmerzen wirken. Aktuelle wissenschaftliche Studien der westlichen Medizin konnten diese Wirkung bestätigen.

Besonders entzündungs- und schmerzsenkend wirken die Gewürze Chili, Kurkuma, Zimt und Ingwer sowie alle grünen Kräuter: Oregano, Petersilie, Schnittlauch, Salbei, Thymian, Rosmarin, Liebstöckel, Basilikum, Koriander, Dill usw.

Die Dosierung macht den Erfolg

Iss täglich einen Esslöffel kleingeschnittener Kräuter. Wechsle mit den Kräutern ab, um eine große Vielfalt in der entzündungssenkenden Wirkung zu bekommen. Im Winter kannst du tiefgefrorene Kräuter einkaufen und verwenden.

Tipp: Kräuter ergänzen sich optimal in ihrem täglichen Salat und machen diesen abwechslungsreich. Frische Kräuter passen auch sehr gut in einen Knoblauch-Joghurt als Saucenbeilage.

Tipp: So machst du mehr aus Kurkuma
Der entzündungshemmende Wirkstoff aus dem Kurkuma heißt Kurkumin. Dieser pflanzliche Wirkstoff hemmt das Eiweiß NF-kB, das eine Entzündungsreaktion in einem Gelenk anschaltet.  Das Kurkumin ist öllöslich. Deshalb solltest du Kurkuma zunächst immer in Öl lösen (siehe unten). Da die Kurkuma-Aufnahme im Darm in Verbindung mit Pfeffer bis zu 1000 Mal höher ist, solltest du darüber hinaus Kurkuma immer zusammen mit genügend Pfeffer aufnehmen.

Um mit diesen Gewürz und Kräuter Jokern einen messbaren Erfolg zu erzielen ist es wie im Sport, nur wer täglich dran bleibt und was macht, wird erfolgreich sein. Daher ist es wichtig, dass du täglich so viele Joker wie möglich umsetzt. Du kräftigst dadurch auch dein Immunsystem, senkst einen erhöhten Blutdruck und verringerst deinThrombose-Risiko. Die hohe Kurkuma-Verwendung in Indien wird auch verantwortlich gemacht für eine deutlich geringere Krebsrate im Vergleich zu westlichen Ländern.

2 Rezepte mit denen du es schaffst, täglich mehr Gewürze aufzunehmen:

1.) Gewürzjoghurt:
Gib´ 1-2 TL Speiseleinöl (siehe Joker 2) auf einen kräftigen Fruchtjoghurt (Heidelbeere oder Kirsch) – bitte nicht umrühren – und streue 1 TL Kurkuma in das Öl. Anschließend einen halben Teelöffel Zimt, eine Messerspitze Chilipulver, eine Messerspitze Pfeffer, ein Stück kleingeschnittenen Ingwer (1-2 cm) dazugeben und alles gut durchmischen.

Falls du keinen Joghurt magst, kannst du diese Mischung auch in eine rote Grütze einrühren.

2.) Gewürzkakao
Rezeptur: ein Glas Milch erhitzen, 2 TL Kakao, 2 TL Honig, eine Prise Chilipulver und Pfeffer dazugeben, ebenfalls ½ TL Zimt und 1 TL Kurkuma.

Tipp: Die entzündungshemmende Wirkung ist größer, wenn der Kakao mit heissem Wasser statt Milch angerührt wird.

Arthrose-Joker 2: Omega-3 Fettsäuren – so viel wie möglich

Auch Omega-3 Fettsäuren verringern deine Entzündungswerte. Iss 2 x pro Woche Fisch. Besonders entzündungssenkend wirken dabei Makrele und Hering (also auch im Glas oder in der Dose). Achte auf MSC-zertifizierten Fisch (Gütezeichen von Greenpeace zur Vermeidung von Überfischung).

So umgehst du Schwermetalle in Fisch
Die Schwermetallbelastung kann bei großen Raubfischen (z.B. Hai, Schwertfisch, Thunfisch) hoch sein, da es hier zu einer Schadstoffanhäufung durch die Nahrungskette kommt. Kleinere Fische (Hering, Makrele, Lachs, Sardinen) stehen am Anfang der Nahrungskette und sind deshalb in der Regel unbelastet.

Auch pflanzliche Öle wirken
Folgende pflanzliche Öle sind Omega-3 haltig und sollten zusätzlich regelmäßig verwendet werden: Rapsöl (9 % Omega-3 Fettsäuren), Walnussöl (12 % Omega-3 Fettsäuren) und Speiseleinöl (54 % Omega-3 Fettsäuren). Mit Rapsöl kannst du gut anbraten, Walnussöl passt gut in Salat und Speiseleinöl eignet sich zu Milchspeisen (z.B. Quark mit Leinöl und Früchten) und in geringer Dosierung zu Salat.

So verwertet dein Körper mehr Omega-3 Fettsäuren
Gesättigte Fettsäuren (z.B. im Fleisch und in Wurst) und Omega-6 Fettsäuren (enthalten im Sonnenblumenöl und im Distelöl) konkurrieren um die gleichen Enzymsysteme im Körper. Wenn du eine größere Omega-3 Wirkung erreichen möchtest, dann solltest du wenig Fleisch und Wurst essen und auf Sonnenblumen- und Distelöl ganz verzichten.

Arthrose-Joker 3: Grüner Tee

Grüner Tee hat stark entzündungshemmende Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Catechine. Es konnte nachgewiesen werden, dass in Knorpelzellen der Entzündungsaktivator TNF-a durch diesen Wirkstoff aus dem grünen Tee gehemmt werden kann. Wenn du Schmerzen hast, solltest du deshalb jeden Tag 3-4 Tassen grünen Tee trinken.

Tipp: So machst du mehr aus deinem Grünen Tee
Mehr Polyphenole aus dem Grünen Tee können in deinem Körper wirksam werden, wenn du in den grünen Tee eine Zitrone presst. Der grüne Tee sollte bei der Zitronenzufuhr jedoch nicht heißer als 70 Grad sein.

Wissenschaftliche Literatur siehe www.dr-feil.com

Über den Autor:
Dr. rer. nat. Wolfgang Feil leitet die Forschungsgruppe Dr. Feil. Als promovierter Biologe und Sportwissenschaftler, berät er Spitzensportler und Manager. Gleichzeitig ist er Lehrbeauftragter der Universität Furtwangen. http://www.dr-feil.com/

Buchtipp: „Ernährung und Training- 20 Bausteine für Ihre Fitness“ von Dr. Thomas Feil und Dr. Thomas Wessinghage, Wessp. Verlag, 2002


Trocknen zuckerhältige gefärbte Limonaden den Körper aus?

28. Mai 2010

von Dieter Kröner
Trinkt man koffeinhaltige, gefärbte Limonaden, Energydrinks oder Bier, schwimmen mehr Teilchen im Darm als im Blut (=hyperton). Darum wandert gemäß osmotischen Gesetzen zuerst Flüssigkeit aus den Darmzellen Richtung Flüssigkeit, damit wird der viele Zucker verdünnt, d.h. dem Körper wird zuerst Wasser entzogen. Das erklärt das Verstärken des Durstgefühls. Somit sind diese keine idealen Durstlöscher.

Durstlöscher aus  Melisse, Minze, Johannisbeeren, Zitrone; Für 1Liter: 0.6 l Wasser aufkochen, 1Teil Minze, 2Teile Melisse ziehen lassen, mit 0,4 l Johannisbeersaft auffüllen, Saft einer Zitrone dazugeben; schmeckt herrlich erfrischend!

kühle Variante: Wasser pur  oder: Molke mit Wasser oder mit stillem Mineralwasser verdünnen.

Über den Autor: Mag. Dieter Kröner ist Apotheker und Pächter der Raimund-Apotheke in Pernitz.


Mein Körper weiß Bescheid

15. Mai 2010

von Mario Sedlak

Viele Menschen achten beim Essen auf Zusatzstoffe und „Chemie“.

Ich achte besonders auf einen natürlichen Geschmack. Wenn ich in der Zutatenliste eines Lebensmittels „Aroma“ entdecke, kaufe ich es nicht. Normalerweise weiß unser Körper instinktiv, was für ihn gut ist. Das schmeckt dann auch gut.

Die heutige Lebensmitteltechnik bringt diese Instinkte durcheinander, weil sie industrielle Nahrung so wohlschmeckend machen kann, dass wir sie gerne essen, obwohl sie von minderer Qualität ist. Aroma ist zwar nicht direkt giftig, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es unseren Appetit durcheinanderbringen und Ursache von Fehlernährung sein kann.

Wenn etwas unnatürlich gut schmeckt, isst man leicht mehr, als der Körper braucht. Wenn man künstlichen Erdbeergeschmack gewöhnt ist, schmeckt ein naturbelassenes Erdbeerjoghurt fad.

Ich höre genau auf meinen Körper und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht. Hingegen achte ich weder auf fixe Essenszeiten noch auf Portionsgrößen, Salzgehalt oder den Anteil von Zucker oder Fett.

Mein Körper signalisiert, was er braucht. Ihm glaube ich mehr als irgendwelchen der zahllosen Ernährungstipps, die gar nicht für jeden passend sein können, weil jeder Körper anders ist.

Ausschließlich „gesunde“ Lebensmittel zu essen, ist wahrscheinlich gar nicht so gesund. Es darf auch einmal ein Weißbrot oder gekochtes Gemüse anstatt rohem sein, weil der Körper da andere Stoffe aufnehmen kann. Und du musst dich sicher nicht dazu zwingen, jeden Tag einen Apfel zu essen. Es gibt genug Obst zur Abwechslung – am besten nach der Saison!

Mein Tipp wäre also: Höre auf deinen Körper und lehne künstlich verbesserten Geschmack ab.

Über den Autor: Dipl.- Ing. Mario Sedlak, Studium der Technischen Mathematik, Studienzweig mathematische Computerwissenschaften, arbeitetet für die Verbund Austrian Power Grid AG im Bereich Stromnetz-Lastflussrechnungen, Abrechnung zwischen Regelzonen (Inter-TSO-Compensation); http://sedl.athttp://www.utopia.de/blog/sedl