Bewältigung von Extremsituationen

20. Juli 2011

von Christian Schiester

1. Ich habe am Start eines Rennens nie an die vollen 250 Kilometer gedacht, die vor mir liegen, sondern nur an die Tagesetappe, manchmal sogar nur von Checkpoint zu Checkpoint oder von Stein zu Stein. Um ein großes Ziel zu erreichen, setzt man sich einfach mehrere Zwischenziele. So kann man immer wieder Teilerfolge feiern, die motivieren und treiben an.

2. Eines meiner Lieblingszitate: „Der Schmerz vergeht, der Stolz aber bleibt!“ Es bringt nichts, sich gegen den Schmerz zu wehren, vielmehr muss man ihn akzeptieren und damit umgehen lernen. Nicht bei den ersten Schwierigkeiten aufgeben, unser Körper kann mehr leisten als viele glauben. Je größer die Herausforderung, die bewältigt wird, desto zufriedener ist man danach. Trotz extremer Schmerzen auf offenem Fleisch weiter gelaufen und dadurch mental stärker geworden. körperliche Spätfolgen: keine)

3. Vorbereitung ist alles: Training, Planung, Ausrüstung und die passende Einstellung. Nicht einfach blind in ein Abenteuer stürzen. Nur wer schon zuvor seine Hausaufgaben gemacht hat, der wird körperlich und auch geistig gerüstet an den Start gehen können.

4. Flexibilität: Trotz optimaler Vorbereitung kommen Dinge oft anders als erwartet. Davon nicht aus der Bahn werfen lassen. Nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken. Schon im ersten Wüstenrennen habe ich mich bei der zweiten Etappe stundenlang verlaufen, der Traum von der Top-Platzierung war geplatzt. Aber ich habe mich mit meiner Navigations-Uhr zurück gekämpft und das Feld von hinten aufgerollt. Endresultat: Eine Aufholjagd vom 44.  auf den stolzen sechsten Platz und der Respekt der anderen Teilnehmer.

5. Positiv denken, das Leben genießen: Trotz der vielen schmerzhaften Momente konnte ich von meinen Laufen nur Positives mitnehmen. Eindrücke aus fernen Ländern, fremden Kulturen, Bilder von atemberaubenden Landschaftsformen, extreme Erfahrungen, die mich als Mensch weiter gebracht haben. Auch in schwierigen Situationen gibt es meistens noch Positives, auf schlechte Phasen folgen wieder gute.

Über den Autor: Christian Schiester ist Inhaber von 26 steirischen Landesmeistertiteln im Halbmarathon, Marathon, Berglauf und Crosslauf. Sein größter Erfolg: der souveräne Sieg beim mehrtägigen Himalaya-Run im Herbst letzten Jahres.

www.christian-schiester.com, www.extreme-sportmanagement.com, www.eltorosailing.com

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12 Einsichten für ein neues Denken

21. Februar 2011

von Bernhard Moestl

1.In jeder Sekunde entsteht persönliche Wirklichkeit.
2.Jeder ist in der Welt seiner Gedanken alleine.
3.Manche Dinge sind, wie sie sind, und nicht zu ändern.
4.Es ist nicht alles so, wie es scheint.
5. Es gibt keine unkontrollierten Gedanken. Die Frage ist nur, wer sie kontrolliert.
6. Jeder entscheidet selbst, was er in seine Gedankenwelt hineinlässt.
7. Nur wer glücklich sein will, zieht auch Glück an.
8. Jede Veränderung braucht ein Ziel, aber auch die Bereitschaft, es zu erreichen.
9.Macht erhältst du durch Zuwendung, nicht durch Gewalt.
10.Furcht ist schlimmer als die eigentliche Gefahr.
11. Stress kommt nur zu denen, die ihn rufen.
12. Wenn das Gefühl nicht stimmt, muss man nein sagen.

aus: Die Kunst, einen Drachen zu reiten, von Bernhard Moestl, Knaur

Über den Autor: Bernhard Moestl ist Fotograf, Buchautor und Trainer.

http://www.moestl.com, http://www.brainworx.cc/


Erreiche dein Ziel

28. Dezember 2010

von Laotse

Erreiche dein Ziel, aber halte beizeiten inne, und wage niemals nur auf deine Kraft zu bauen,

erreiche dein Ziel, aber stelle deinen Erfolg niemals zur Schau,

erreiche dein Ziel, aber prahle niemals mit deinen Fähigkeiten,

erreiche dein Ziel, aber als weiterer Schritt deines Weges,

erreiche dein Ziel, aber rühme dich niemals deiner Kraft, da alle Dinge mit ihrer Blüte altern und verfallen.

Was auch immer das Tao verneint, wird bald nicht mehr sein.

Über den Autor: Laotse lebte wahrscheinlich im 6. Jahrhundert vor Christus und war chinesischer Philosoph. Er gilt als Begründer des Taoismus (Daoismus).

PS: Liebe Leserin, lieber Leser,

Wenn es dir im Augenblick gut geht und du deinen Weg gefunden hast, wünsche ich dir, dass dir dein Glück im 11-er Jahr  erhalten bleibt.

Wenn du traurig bist- womöglich verzweifelt, krank oder seelisch ganz unten- wünsche ich dir Kraft, um aus deinem Loch wieder herauszukriechen.

Und vergiss bitte nicht: nur mutige Menschen machen sich auf, um ein neuer Mensch zu werden. So weiterzuleben wie bisher und sein Schicksal zu beklagen, das kann jeder.

Vielleicht ist in deinem Leben ja jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, dich schonungslos mit einer Frage zu beschäftigen: „Was ist denn überhaupt der Sinn deines Lebens?“

Alles Liebe, Peter

„Willst du wertvolle Dinge sehen, so brauchst du nur dorthin zu blicken, wohin die große Menge nicht sieht.“ (Lao-Tse)


Krise als Chance: den inneren Kompass finden

21. Dezember 2010

von Michaela Trnka

Die Schlagzeilen der letzten Wochen haben nicht viel Positives zu vermelden: die weltweite Wirtschaftskrise, Schuldenberge und Konkurse, Teuerung, hoher Druck am Arbeitsplatz gepaart mit der Angst vor der Arbeitslosigkeit – dies alles scheint kein Ende zu nehmen und lässt den Einzelnen in der Nacht kaum schlafen. Wie kann man der intensiven Bedrohung der persönlichen Sicherheit noch etwas Positives abgewinnen und wie kann man die Zeit der Unsicherheit zur eigenen Chance nützen?

Eine Krise ist ein Bruch in der Kontinuität und Normalität des Lebensverlaufes und wird als Bedrohung empfunden. Krisen können durch äußere, wirtschaftliche Umstände bedingt sei aber auch durch zwischenmenschliche Konflikte oder Verluste, und natürlich auch durch Krankheiten.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ergibt sich aus der Frage, ob der Umstand, der die scheinbar sichere Normalität unterbricht, bereits eingetroffen ist, wie zum Beispiel der plötzliche Verlust eines Arbeitsplatzes oder die Diagnose einer Erkrankung. In diesem Fall geht es darum eine reale Herausforderung zu meistern. Im Gegensatz dazu steht die Furcht vor der einer möglichen Begebenheit in der Zukunft, deren tatsächliches Eintreffen und Ausmaß zum jetzigen Zeitpunkt aber noch ungewiss ist.

Im ersten Fall muss man reagieren und sich an die neue Situation einstellen, im zweiten Beispiel geht es her darum, zu lernen mit der Angst umzugehen. Dennoch können beide Situationen dazu beitragen, durch Mut und Kreativität eine Verbesserung der Lebensumstände, und nicht zuletzt der Gesundheit, herbeizuführen.

Wie reagiert man nun auf krisenhafte Lebensumstände? Es ist zunächst sehr wichtig, sich vor Augen zu führen, dass nichts in der Natur Bestand hat – alles ist ständig im im Zustand der Veränderung. Tag und Nacht, die Jahreszeiten, Mensch und Tier – niemand kann zweimal in denselben Fluss steigen. Alles bewegt und verändert sich fortwährend, dies ist die Natur des Seins. Dennoch sind wir Menschen auf Bestand ausgerichtet und die Veränderung eines IST – Zustandes, wird als Bedrohung empfunden.

Wir alle haben aber schon erlebt, dass eine überraschend eintretende Begebenheit, selbst wenn sie im Moment wenig willkommen war, sich hinterher als glückliche Fügung herausgestellt hat. Was sind nun die Schritte, die man bewusst nehmen kann, um in der Situation der „Krise“, trotz starker Gefühle der innerer Unruhe, Angst oder sogar Wut, eine Wende zum Besseren herbeizuführen.

1. Ruhe bewahren

Unerwartet schlechte Nachrichten versetzen Menschen oft in Panik. Dies ist eine Reaktion unseres Verstandes auf die Veränderung der Lebenssituation, die mit Unsicherheit und Gefahr gleichsetzt wird. Es ist sehr wichtig, schnell zu erkennen, welche negativen Projektionen und Befürchtungen mit der unerwartet veränderten Situation assoziiert werden. Diese reichen von der Befürchtung, keinen adäquaten Arbeitsplatz zu finden, bis hin zur Angst vor sozialem Abstieg oder gesellschaftlichen Ächtung. Hier muss man sich selbst vor die Frage stellen: sind diese Befürchtungen wirklich real und ist es absolut sicher, dass diese Situation eintreten wird. Die ehrliche Antwort darauf wird wohl immer darauf verweisen, dass es Alternativen, Hilfe oder zumindest Hoffung – ein anderes Wort für Optimismus – gibt.

Im Moment einer tatsächlich eingetretenen, als krisenhaft empfundenen Situation, ist es jedenfalls das Beste, diese zu akzeptieren, als das, was sie ist: eine Herausforderung, die uns das Leben gibt und die wir bewältigen sollen.

2. Ein Tag nach dem anderen

Ein Unglück kommt selten allein! Oft ist es so, dass eine Lebenskrise eine Kette von weiteren Umständen in Bewegung setzt, die das Leben scheinbar aus der Bahn wirft. Zum Verlust des Arbeitsplatzes gesellen sich finanzielle Schwierigkeiten, Krankheit wird durch zwischenmenschliche Konflikte zusätzlich belastet, ein Todesfall wird durch Erbstreitigkeiten begleitet. Fast ist es, als ob durch die Entfernung eines einzigen Steins, eine ganze Mauer ins Wanken gerät. Dies ist ein Wesenszug krisenhafter Umstände: wie durch einen Dominoeffekt können weitere Veränderungen folgen. Hier ist es wiederum wichtig, sich nicht von den Geschehnissen überrollen zu lassen, sondern bewusst in der Gegenwart zu bleiben und sich selbst zu sagen: den heutigen Tag kann ich schaffen und was morgen ist, damit werde ich mich morgen auseinandersetzen. Diese Methode hilft, die Dinge überschaubar zu halten und sich nicht durch Angst und negative Erwartungen überfordern zu lassen.

3. Der Innere Kompass

Wir alle haben einen inneren Wegweiser, der uns hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Menschen, die lebensbedrohliche Situationen gemeistert haben, berichten manchmal, dass sie in Zeiten der höchsten Bedrohung und Gefahr plötzlich ganz ruhig wurden und ungeahnte Kräfte entwickelt haben. Diesen inneren Kompass zu finden gelingt uns jedoch auch jenseits von dramatischen Momenten. Es ist unsere Intuition, unsere innere Kraft, die uns befähigt, wahre Kreativität und ungeahnte Stärke zu entwickeln, um unseren Weg zu finden. Die Kunst ist es jedoch, diese inneren Ressourcen, die wir alle haben, in angstvollen Zeiten zu aktivieren, da unser Verstand versucht, Wege zu finden, die sich früher schon einmal bewährt haben – egal, ob sie uns wirklich genützt haben, oder nicht.

4. Wege aus der Angst

Angst ist ein Zustand der negativen Projektion: wir haben Angst davor, was in der Zukunft geschehen könnte. Dies sind lediglich Gedanken, doch unser Körper kann auch auf Gedanken so reagieren, als wäre er tatsächlich in Gefahr. Es ist wichtig, diesen Zusammenhang zu erkennen und sich immer wieder bewusst zu machen: nur was gerade jetzt, in der Gegenwart passiert, ist real und nur darauf kann man auch reagieren. Die Zukunft ist in diesen Moment nur eine Projektion der Gedanken. Diese Überlegung hilft, mit Ängsten umzugehen zu lernen. Das beste Mittel gegen Angst ist körperliche Aktivität in der freien Natur. Bewegung und Atmung hilft uns, aus der Welt der Gedanken wieder in unseren Körper zu schlüpfen und den „Boden unter den Füßen“ zu spüren. Landschaften, Pflanzen oder Tiere zu beobachten, hilft uns dabei, unser Sein wieder fest in der Gegenwart zu verankern. Wohltuende innere Ruhe ist die Folge, die wiederum die Voraussetzung dafür ist, Entscheidungen zu treffen, die eine positive Veränderung einleiten.

5. Innere Sicherheit

Gesundheit ist ein Zustand des körperlichen, geistigen und emotionalen Wohlbefindens – ein Zustand der Balance und einem Gefühl der inneren Sicherheit. Besonders in Zeiten der äußeren Unsicherheit, ja Bedrohung, ist es wichtig, alles zu tun, um sich gesund zu erhalten. Dies beginnt damit, dem Körper gesund zu halten – optimale, konstitutionsgerechte Ernährung, Bewegung in der Natur, ausreichend Schlaf sind Grundvoraussetzungen. Genuss- und Umweltgifte sollen unbedingt vermieden werden, dafür ist es jetzt besonders wichtig, soziale Kontakte zu pflegen. Suchen sie Menschen, die Ihnen Energie geben und vermeiden Sie „Jammerer“. Beschäftigen Sie sich bewusst mit Dingen, die Ihnen Freude bereiten. Es ist auch eine gute Zeit, anderen Menschen zu helfen – das lenkt von eigenen Schicksal ab und kann neue Möglichkeiten eröffnen.

Krisen sind Chancen, die uns vom Leben gegeben werden, damit wir uns entwickeln können. Es liegt an uns, was wir daraus machen – ob wir vor Angst die Augen verschließen, und die Chance zu einem besseren Leben verstreichen lassen, oder ob wir den Mut aufbringen, uns in einer Situation der Bedrohung nicht überwältigen zu lassen, sondern uns von unserer inneren Stimme leiten lassen.

Über die Autorin:  Dr.Michaela Trnka  ist Ganzheitsmedizinerin mit Schwerpunkt Stressmedizin. Sie ist Konsulentin und leitet die Gesellschaft und Praxis für Integrative Ganzheitsmedizin. http://www.igm.or.at,http://room4truth.com/

 


 


Morgenkater

15. September 2010

von Sylvia Edlinger

 

Hast du schon einmal eine Katze beobachtet, wenn sie aus ihrem Schlaf erwacht? Sie reckt und streckt ihre  Beine, bewegt ihren Rücken, gähnt nach Herzenslust und vieles mehr bevor sie ihren königlichen Körper in eine stehende Position bringt. Ist diese Anmut und Eleganz nicht ein Augenschmaus?

Auch du kannst deinen Körper derartig vorbereiten und damit deine Eleganz trainieren!

Wenn du morgens aufwachst, spring nicht sofort aus dem Bett, sondern gib dir ca. 5 Minuten Zeit.

In dieser Zeit streckst und räckelst  du dich nach Herzenslust. Bezieh deinen ganzen Körper mit ein. Deine Beine, deine Arme, deine Finger, deinen Kopf, deine Wirbelsäule, deinen Nacken, ja sogar deine Zehen. Wenn du diese wunderbar einfache Morgengymnastik noch mit einem Lächeln auf  Deinem Gesicht und mit Freude durchführst, hast du zwei Fliegen mit einem Schlag.

Erstens werden all deine Gelenke bewegt und dadurch genährt, der Kreislauf kommt in Schwung und Verspannungen verschwinden mit der Zeit von Selbst.

Zweitens hast du bereits ein Mentaltraining durchgeführt. Durch dein Lächeln hast du deinem Geist symbolisiert, dass heute ein guter und freudvoller Tag wird. Dinge werden dir leichter von der Hand gehen, und dein Strahlen wird viele andere Menschen berühren.

Viel Spass beim Gesunden deine Sylvia Edlinger, Dipl. Wellnesscoach, Cert. NIA Bluebeltteacher, http://www.bewegendes.at/


Mana

13. März 2010

von Michael Ensle

Mana ist ein Begriff aus dem Schamanismus und bedeutet: Alle Macht kommt von innen!

Dieses Bewusstsein zu entwickeln und im Alltag umzusetzen ist ein permanenter Prozess und mit jedem Tag wird dir  mehr bewusst werden, was das bedeutet.

In dem Maß, in dem du dir diese Macht zugestehst, steigert sich dein Potenzial und macht dich von äußeren Einflüssen und Einflüstern unabhängig.

Es geht darum, sich im Geist/in Gedanken etwas vorzustellen, dass es bereits vorhanden und da ist, auch wenn die physische Realität etwas anderes zeigt.
Doch auch wenn alles im Kopf beginnt, bedarf es der konsequenten Pflege und Fortsetzung im Alltag, weil sonst die Wirkung verpufft. Das bedeutet für dich, sich krankmachenden Einflüssen (Medien, krankmachende Medikamente und Nahrungsmitteln) zu entziehen und dich mit dem zu beschäftigen, was dir selbst gut tut (gute Bücher, gute Musik, Nahrung zum Leben).

Den inneren Heiler entdecken und seine Zellen von Tod auf Leben zu programmieren.

Es geht dabei nicht um Regeln, um Besserseinwollen, sondern um das zu tun, was dir gut tut; und das weißt du am Besten – für dich. Und was dich betrifft, bist du der Spezialist – für dich. Durch ein Gespräch, einen Dialog, ein Buch bekommst du Impulse und das, was in dir in Resonanz tritt, betrifft dich (im wahrsten Sinn des Wortes) und so wird es Teil von dir.
Alles ein Spiegel/eine Spiegelung deines inneren Wesens.

Über den Autor: Mag. Michael Ensle ist Einzel- und Teamcoach und ganzheitlicher Unternehmensberater. www.mana-coaching.at